SEG Niedermittlau.

Was ist eine Schnelleinsatzgruppe? Unter einer Schnelleinsatzgruppe - abgekürzt SEG - versteht man eine Gruppe aus medizinisch und / oder technisch ausgebildeten Einsatzkräften. Diese Gruppen unterstützen den Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten und schließen dabei die Lücke zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Notwendigkeit ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes. Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90ziger Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Rettungsdienstunterstützung zu groß und träge waren. Ab ca. 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, den Rettungsdienst Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen: die Schnelleinsatzgruppen der Neuzeit waren gegründet.

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In Wirklichkeit ist das Konzept der Schnelleinsatzgruppen aber gar nicht so neu. Dr. H. Hellweg datiert in seinem Referat auf dem 14. Bundeskongress Rettungsdienst 1994 in Köln die ersten Gruppen dieser Art bereits auf das Jahr 1948, weist aber auch auf die aus ähnlichen Motiven wesentlich früher gegründeten Hilfevereine des 19. Jahrhunderts hin, nicht zuletzt den Arbeiter Samariter Bund und das Rote Kreuz. Beispielsweise ist die erste im Landkreis Ebersberg (BRK) gegründete und nach heutigen Merkmalen funktionsfähige Schnelleinsatzgruppe für das Jahr 1979 nachgewiesen. Von einer Schnell- bzw- Sondereinsatzgruppe spricht man, wenn folgende Merkmale weitgehend erfüllt sind: 

Es werden je nach Struktur und übernommenen Aufgaben verschiedene Arten von Schnelleinsatzgruppen unterschieden:

Typische Aufgaben von Schnelleinsatzgruppen sind:

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